Podiumsdiskussion am Heinrich-Böll-Gymnasium

„Politik modern präsentieren“ war auch in diesem Schuljahr das Motto der überparteilichen Diskussionsrunde unter Leitung des rheinland-pfälzischen Jugendforums. Bereits im Mai 2017 war das Team um Julius Kessler und Kevin Schwed zu Besuch am HBG, um Schülerinnen und Schüler für Politik zu begeistern. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. So stand der Entschluss der Schülervertretung des Heinrich-Böll-Gymnasiums schnell fest, auch in diesem Jahr wieder in Kooperation mit dem „TEAM JUFO“ Vertreter der Parteien zu den im Vorfeld von den Schülerinnen und Schülern ausgewählten Themen „Krieg, Konflikte, Krisenherde und Cannabis-Legalisierung“ einzuladen.

Unter der Moderation von Julius Kessler orientierte sich die zweistündige Diskussion an Debatten-Events im US-amerikanischen Stil: Die Teilnehmer der Runde Christoph Bätz (SPD), Simon Rapp (CDU), Nesrim Akpinar (BÜNDNIS 90 / Die GRÜNEN), Philipp Liebold (FDP), Liborio Ciccarello (DIE LINKE), Pascal Bähr (AfD) stellten sich und ihre Positionen eingangs in kurzen Videos vor und auch die Themen wurden durch kurze Einspieler eröffnet.

Am Anfang der Debatte stand angesichts der aktuellen Herausforderungen auf der internationalen politischen Bühne die Frage nach dem „angemessenen“ Vorgehen Deutschlands. Die Antworten der Parteivertreter problematisierten die Folgen militärischer Interventionen ohne Exit-Strategie (Simon Rapp), diskutierten die pazifistische Haltung von Liborio Ciccarello, der sich für humanitäre Hilfen stark machte und kritisierten die naive Vorstellung, mit militärischem Eingreifen Demokratie und Frieden erzwingen zu können (Christoph Bätz).

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Jeder Stein steht für ein Schicksal

Unter diesem Motto wurden am 14. Mai 2018 im Stadtgebiet Ludwigshafen an sieben Orten neue Stolpersteine verlegt, die an Menschen erinnern, die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung wurden. Die kleine Zeremonie für die Verlegung der Stolpersteine der Familie Diamant in der Mundenheimer Straße 245 wurde von Schülerinnen und Schülern des Heinrich-Böll-Gymnasiums übernommen. Im Unterricht haben sich die jungen Leute mit den Schicksalen von Max, Anni und Arnold Diamant auseinandergesetzt und im Rahmen der Verlegung die Anwohner über die Schicksale, die hinter diesen Namen stehen, informiert.

In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis „Ludwigshafen setzt Stolpersteine“ fand am selben Abend im jüdischen Gemeindezentrum in Mannheim eine Gedenkveranstaltung statt, die das Leben von Max Diamant würdigte und an Stationen seines Lebens erinnerte. Schülerinnen des Deutsch-Leistungskurses (MSS 10) stellten die von Maurice Kuhn und Doris Diamant-Siebert entwickelte interaktive Web-Dokumentation „Das waren gewonnene Menschenleben – Stationen im Leben von Max Diamant“ vor und umrahmten diese Gedenkveranstaltung musikalisch.

Stolpersteinverlegung Max Diamant (Kompletter Beitrag und weitere Fotos)