Frankreichaustausch 2018

Der Frankreichaustausch findet am Heinrich-Böll-Gymnasium im 2-Jahres-Rhythmus statt. Die Partnerschaft mit dem Collège Kerentrech in Lorient hat eine langjährige Tradition.
Am 11. April 2018 war es wieder soweit: 19 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7, 8 und 9 erwarteten mit Spannung die Ankunft ihrer französischen Austauschpartner aus der Bretagne. Nach einem ersten Kennenlernen in den Gastfamilien begleiteten die französischen Schülerinnen und Schüler am nächsten Morgen ihre Austauschpartner in den Unterricht, um einen Einblick in den Schulalltag in Deutschland bzw. am HBG zu gewinnen.

Am Mittag wurden die Austauschteilnehmer von der Oberbürgermeisterin der Stadt Ludwigshafen, Frau Jutta Steinruck, feierlich im Rathaus empfangen. Ludwigshafen und Lorient pflegen als Partnerstädte sehr aktive freundschaftliche Beziehungen.
Im Anschluss folgte eine Führung der Gruppe durch das Wilhelm-Hack-Museum. Am Freitag hatten die französischen Gäste Gelegenheit, bei einer Stadtführung die Stadt Speyer zu erkunden.
Das Wochenende in den Gastfamilien bot den Jugendlichen die Möglichkeit zum intensiven sprachlichen und kulturellen Austausch, zum Entdecken der Pfalz und Umgebung. Einen Höhepunkt des Programms bildet immer die Exkursion nach Heidelberg, zu der sich die französischen Schülerinnen und Schüler am Montag aufmachten. Im Fokus der Altstadtführung stand insbesondere die Bedeutung Heidelbergs als älteste Universitätsstadt Deutschlands. Ebenso kamen die Gäste in den Genuss der Besichtigung des Schlosses und des Studentenkarzers. Große Freude bereitete den Schülerinnen und Schülern die Besichtigung des Barockschlosses Mannheim am darauffolgenden Dienstag, denn nachdem sie einige Informationen zum kurfürstlichen Alltag und der Festkultur erhalten hatten, durften sie sich kostümieren und einen Tanz einstudieren. Beendet wurde der Aufenthalt der Gruppe aus Lorient mit einem Besuch des Luisenparks.

Der Gegenbesuch der deutschen Schülergruppe in der Bretagne fand vom 22. bis 30. Mai statt. Am ersten Tag lernten die Schülerinnen und Schüler bei einem Stadtrundgang Lorient kennen. Das Verkosten von regionalen Produkten und feinen Backwaren in den Markthallen – Marché de Merveille – erfreute die Gemüter. Der nächste Tag war gefüllt mit der Besichtigung des Museums der Stadt Hennebont, die den Jugendlichen die bretonischen Regionalkultur und Traditionen und die Geschichte des Fluss- und Seehandels näher brachte. Am Abend empfingen Vertreter der Stadt Lorient die Ludwigshafener Gäste im Rathaus.

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„Poesie ist Widerstand“ – Konstantin Wecker im Interview mit Schülerinnen des Leistungskurses DE1 (MSS 10)

Die Schülerinnen des Leistungskurses DE1 der Jahrgangsstufe 10 führten das Gespräch mit dem Liedermacher im Rahmen einer Projektarbeit zur Kammeroper „Der Kaiser von Atlantis oder Die Tod-Verweigerung“ von Viktor Ullmann. Die Oper nach einem Libretto von Peter Kien wurde in den Jahren 1943/44 im Konzentrationslager Theresienstadt komponiert. Der Verein „Ludwigshafen setzt Stolpersteine e.V.“ wird im Herbst 2018 in Zusammenarbeit mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dem Pfalztheater Kaiserslautern und dem Opernstudio Kaiserslautern-Mannheim mehrere Aufführungen des Werks in Ludwigshafen und Umgebung produzieren und als Ausgangspunkt für umfassende Gedenk- und Erinnerungsarbeit nutzen. Der Leistungskurs Deutsch gestaltet das Programmheft zur Aufführung, für die Konstantin Wecker die Schirmherrschaft übernommen hat.

Cemile Büyükkakac beim Bundeswettbewerb für Fremdsprachen ausgezeichnet!

Cemile Büyükkakac belegte bei der Preisverleihung des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen in der Stadt Kaiserslautern einen erfolgreichen dritten Platz. Mit ihrer Platzierung war die Schülerin des Heinrich-Böll-Gymnasiums die einzige Preisträgerin aus Ludwigshafen in ihrer Kategorie SOLO für die Klassen 8 bis 10. Als Aufgabe galt es, ein zwei- bis dreiminütiges Video über eine beliebige Person, die für die Teilnehmer besonders inspirierend und bewundernswert ist, zu kreieren. Bei dessen Bewertung wurde vor allem auf die Qualität, Gestaltung und Sprachkompetenz geachtet. Doch das selbst erstellte Video allein war nicht die einzige Herausforderung, die für eine gutes Abschneiden entscheidend war. Alle Bewerber mussten sich ebenfalls einer mündlichen und schriftlichen Prüfung über ein bestimmtes Thema in der gewählten Fremdsprache stellen. Cemile wurde intensiv zu Kultur, Leben, Geographie und Politik des Staates Kalifornien befragt. Hier waren fundierte Kenntnisse in Grammatik, Wortschatz und Fachwissen verlangt. Cemile Büyükkakac meisterte diese Herausforderungen auf bemerkenswerte Art und Weise, so dass ihr die gesamte Schulgemeinschaft des HBG zu ihrem dritten Platz beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen gratuliert!

(Text: Riedler / Foto: Münch)

Podiumsdiskussion am Heinrich-Böll-Gymnasium

„Politik modern präsentieren“ war auch in diesem Schuljahr das Motto der überparteilichen Diskussionsrunde unter Leitung des rheinland-pfälzischen Jugendforums. Bereits im Mai 2017 war das Team um Julius Kessler und Kevin Schwed zu Besuch am HBG, um Schülerinnen und Schüler für Politik zu begeistern. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. So stand der Entschluss der Schülervertretung des Heinrich-Böll-Gymnasiums schnell fest, auch in diesem Jahr wieder in Kooperation mit dem „TEAM JUFO“ Vertreter der Parteien zu den im Vorfeld von den Schülerinnen und Schülern ausgewählten Themen „Krieg, Konflikte, Krisenherde und Cannabis-Legalisierung“ einzuladen.

Unter der Moderation von Julius Kessler orientierte sich die zweistündige Diskussion an Debatten-Events im US-amerikanischen Stil: Die Teilnehmer der Runde Christoph Bätz (SPD), Simon Rapp (CDU), Nesrim Akpinar (BÜNDNIS 90 / Die GRÜNEN), Philipp Liebold (FDP), Liborio Ciccarello (DIE LINKE), Pascal Bähr (AfD) stellten sich und ihre Positionen eingangs in kurzen Videos vor und auch die Themen wurden durch kurze Einspieler eröffnet.

Am Anfang der Debatte stand angesichts der aktuellen Herausforderungen auf der internationalen politischen Bühne die Frage nach dem „angemessenen“ Vorgehen Deutschlands. Die Antworten der Parteivertreter problematisierten die Folgen militärischer Interventionen ohne Exit-Strategie (Simon Rapp), diskutierten die pazifistische Haltung von Liborio Ciccarello, der sich für humanitäre Hilfen stark machte und kritisierten die naive Vorstellung, mit militärischem Eingreifen Demokratie und Frieden erzwingen zu können (Christoph Bätz).

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Jeder Stein steht für ein Schicksal

Unter diesem Motto wurden am 14. Mai 2018 im Stadtgebiet Ludwigshafen an sieben Orten neue Stolpersteine verlegt, die an Menschen erinnern, die Opfer nationalsozialistischer Verfolgung wurden. Die kleine Zeremonie für die Verlegung der Stolpersteine der Familie Diamant in der Mundenheimer Straße 245 wurde von Schülerinnen und Schülern des Heinrich-Böll-Gymnasiums übernommen. Im Unterricht haben sich die jungen Leute mit den Schicksalen von Max, Anni und Arnold Diamant auseinandergesetzt und im Rahmen der Verlegung die Anwohner über die Schicksale, die hinter diesen Namen stehen, informiert.

In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis „Ludwigshafen setzt Stolpersteine“ fand am selben Abend im jüdischen Gemeindezentrum in Mannheim eine Gedenkveranstaltung statt, die das Leben von Max Diamant würdigte und an Stationen seines Lebens erinnerte. Schülerinnen des Deutsch-Leistungskurses (MSS 10) stellten die von Maurice Kuhn und Doris Diamant-Siebert entwickelte interaktive Web-Dokumentation „Das waren gewonnene Menschenleben – Stationen im Leben von Max Diamant“ vor und umrahmten diese Gedenkveranstaltung musikalisch.

Stolpersteinverlegung Max Diamant (Kompletter Beitrag und weitere Fotos)