Sozialpraktikum MSS

Jedes Jahr im Januar absolvieren die Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse (G9) bzw. der 12. Klasse (G8) ein Sozialpraktikum. Für zwei Wochen tauschen sie den gewohnten Schulalltag aus gegen die Arbeit in sozialen Einrichtungen in Ludwigshafen und Umgebung. Das können z.B. Alten- und Pflegeheime, Krankenhäuser, Behindertenwerkstätten, Förderschulen- und Kindergärten usw. sein. Das Heinrich-Böll-Gymnasium kooperiert dabei mit dem Evangelischen Stadtjugendpfarramt, der Katholischen Jugendzentrale Ludwigshafen und der Caritas.

Das Praktikum findet im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts statt und bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, mit Menschen in Kontakt zu kommen, deren Leben nicht unseren Alltagserfahrungen entspricht, und ihre „social skills“ zu erweitern. Gleichzeitig lernen sie die Arbeit in sozialen Berufen kennen und erleben sich selbst oft ganz neu.


Statements zum Sozialpraktikum

Ich habe mein Praktikum in der Jugendeinrichtung „Treff International“ absolviert. Meine Hauptbeschäftigung war Grundschülern am Mittag Nachhilfe zu geben und abends sollte ich an der Theke stehen und unter anderem Getränke ausschenken. Außerdem spielten wir oft zusammen Billard oder Tischtennis. Durch den täglichen Umgang mit den hauptsächlich männlichen Besuchern bemerkte ich die Defizite mit denen sie jeden Tag kämpfen müssen. Ich fühlte mich stark dazu verpflichtet, ihnen zu helfen und die Vorurteile und meine anfängliche Befremdung lösten sich sehr bald in Luft auf. Das Praktikum war eine Erfahrung, die ich sehr schätze und in meinem Leben nicht vergessen werde.

Alice Kretzer, MSS 12

 

Ich habe mein Praktikum im Altenheim in Altrip gemacht. Dort haben wir viel mit dementen Menschen unternommen. Wir waren spazieren, halfen beim Stabilisierungstraining und spielten Ball. Wenn wir ihnen Essen reichen mussten, lernten wir sie besser kennen. Viele erzählten auch gerne Geschichten über ihre Jugend. Rückblickend gesehen habe ich beim Praktikum viele interessante Erfahrungen gemacht, es war interessant und hat mir einen Einblick in das Leben alter Menschen gegeben.

Virginia, MSS 12

 

Mein Sozialpraktikum machte ich in der Teestube im Hemshof. Das klingt anfangs etwas komisch, war jedoch eine tolle Erfahrung ! Hauptsächlich habe ich mich mit Obdachlosen, Arbeitslosen oder Leuten mit kriminellem Hintergrund unterhalten, die die Teestube besuchten. Angst vor den Menschen brauchte man auf keinen Fall haben! Ich wählte dieses Praktikum, um neue Einblicke in das Leben solcher Menschen zu bekommen.

Lisa Kopecki, MSS 12

 

Ich habe mein Praktikum im Caritas-Förderzentrum St. Johannes verbracht. Dort wurde sehr gut mit den psychisch kranken Patienten gearbeitet und sinnvoll die Zeit verbracht. Man ging reiten, schwimmen und wohltätige Arbeit leisten. Ich habe mich dort sehr wohlgefühlt, weil ich direkt akzeptiert und integriert wurde.

Jannik, MSS 12

 

Ansprechpartnerin für das Sozialpraktikum: Frau Beil