Religionsunterricht (evangelisch)

„Was hat das denn mit Religion zu tun?“

„Wozu brauche ich denn überhaupt Religionsunterricht wenn ich später mal was ganz anderes arbeiten will?“

Das sind authentische Fragen von Schülerinnen und Schülern aus dem Religions-unterricht. Was hat also z.B. das Thema Freiheit mit Religion zu tun? Oder das Thema Recht und Unrecht? Oder Freundschaft??? Und auf der Arbeit beschäftige ich mich später doch ganz bestimmt nicht mit religiösen Themen…

Dorothee Sölle hat eine sehr einleuchtende Definition von Religion gefunden: „Das religiöse Bedürfnis“, so schreibt sie, „ist das Bedürfnis, ganz zu sein, …, es ist das Bedürfnis, Sinn zu erfahren und Sinn zu stiften….“. Und das versucht der Religions-unterricht zu vermitteln: Den Schülerinnen und Schülern einen möglichen Weg aufzuzeigen, ein Sinn erfülltes Leben zu führen, nicht nur in den Tag hinein zu leben, sondern jeden Tag so zu leben, dass er nicht umsonst war. Dazu gehören nicht nur die „typischen“ Religionsthemen wie z.B. Die Bibel, Die Frage nach Gott oder Jesus Christus, die natürlich auch Inhalt des Religionsunterrichts sind, sondern auch ganz besonders das, was uns jeden Tag im Leben begegnet und beschäftigt und was wir unter anderem in den oben genannten Themen ansprechen. Es ist klar, dass sich kaum jemand bei der Ausübung seines Berufes jeden Tag bewusst auf seine Religion beziehen wird, aber es kann dem Miteinander in Beruf und Alltag helfen, sich in der Schulzeit mit den Themen Gerechtigkeit, Nächstenliebe oder Menschenwürde auseinandergesetzt zu haben…

Außer dem Lehrwerk Das Kursbuch Religion, das uns im Unterricht bei diesen Themen unterstützt, steht uns auch ein Raum der Stille zur Verfügung, in dem wir unsere ganz eigenen und vielleicht neuen Erfahrungen mit Stille und Meditation machen können.