Wahlpflichtfach Italienisch

Italienisch als dritte Fremdsprache und traditioneller Italienaustausch (Bericht A 2014 Bericht B 2014  Bericht C 2014 Bericht 2013 )

Italienisch als Wahlpflichtfach in den Klassen 8 und 9

Italienisch als fortgesetzter MSS-Grundkurs in den Jahrgangsstufen 10-12

Lehrwerk: Appunto, Verlag C.C.Buchner

Fremdsprachenunterricht als Kernbestand von Schule

„Sprachen öffnen Welten“ oder „ Die Grenzen unserer Sprache sind die Grenzen unserer Welt“, so ein Zitat des Sprachwissenschaftlers Mario Wandruzka. Dies gilt nicht nur für die Muttersprache, sondern auch für die Fremdsprachen. Und so sagte auch schon Goethe: „Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen.“ (Weimarer Ausgabe I, 42,2, S.118).

Fremdsprachen sind der Schlüssel zu anderen Kulturen

Sie erleichtern die Begegnung mit Menschen aus anderen Ländern und das Verständnis für andere kulturelle Gegebenheiten. In einer Zeit der Globalisierung, des Zusammenwachsens der Länder, entstehen internationale Verflechtungen, sowohl im persönlichen Alltag als auch im Studium oder in der Arbeitswelt.

Fremdsprachenkenntnisse öffnen Chancen

Italienisch ist nach Englisch, Französisch und Spanisch die am vierthäufigsten studierte Sprache der Welt. Worin ist dies begründet?

›   Italienisch steht als Synonym für Kultur schlechthin

Ob in Philosophie, moderner Malerei oder Architektur: etwa zwei Drittel aller von der UNESCO zum Kulturerbe der Menschheit erklärten Kunstschätze befinden sich in Italien.

   Italienisch zeichnet sich durch seine Musikalität und seine Wärme aus. Es ist eine gleichermaßen gesprochene und gelebte Sprache.

›   Italienisch ist lebendig in vielen Bereichen unseres Alltags:

– Musik (allegro, andante, piano,…)

– Literatur ( Sonett, Terzine,…)

– Bankwesen ( Skonto, Giro, Konto,…)

– Gastronomie ( Cappuccino, Latte, Tortellini,…)

›   Italien ist einer unserer wichtigsten Wirtschaftspartner, Deutschland ist Italiens wichtigster Partner mit
Firmenniederlassungen in Italien und Deutschland
(italienische Mode, italienisches Design etc.).

›   Italienisch ist eine der Arbeitssprachen der europäischen Institutionen in Straßburg, Brüssel und
Luxemburg.

›   Italien ist für viele DAS Urlaubsziel schlechthin.

 

Wer sollte Italienisch lernen?

 Jeder, der Spaß an einer modernen, lebendigen Fremdsprache hat

   Jeder, der kommunikationsfreudig ist und gerne eine etwas „exotische“

Sprache spricht

   Jeder, der später einen Beruf in der Wirtschaft, im Tourismus, in der

Industrie oder im Bankgewerbe anstrebt, hat weit bessere Chancen mit

dieser Zusatzqualifikation

   Jeder, der vorhandene mutter-und fremdsprachliche Fähigkeiten und

Interessen fördern möchte

Mit Französisch bzw. Latein als zweiter Pflichtfremdsprache verfügen die Schüler über ein sehr gutes Fundament, auf dem sie aufbauen können. Erfahrungen aus diesen beiden Fremdsprachen erleichtern die Sprach-und Texterschließung, viele Lern-und Arbeitstechniken sind bereits bekannt. Der Unterschied zwischen Lautung und Schreibung ist sehr gering, sodass die Kenntnis weniger Regeln genügt, um jedes Wort korrekt aussprechen zu können.

Auf der Grundlage des Lehrwerks Appunto werden zunächst einmal die Grundlagen der italienischen Sprache vermittelt. Dabei werden Schreib-und Sprechfertigkeit trainiert, ebenso Lese-und Hörverstehen, Sprachmittlung und die Fähigkeit, audiovisuelles Material zu verstehen.

Aber neben der Entwicklung der kommunikativen Kompetenzen lernen die Schülerinnen und Schüler auch, den eigenen Lernprozess zu organisieren und die erworbenen kommunikativen Kompetenzen umzusetzen.

Übergeordnetes Ziel des Italienischunterrichts ist laut Lehrplan die interkulturelle Handlungsfähigkeit. Dies setzt dementsprechend auch die Beschäftigung mit der interkulturellen Kompetenz voraus. Die Schüler erwerben objektives Wissen über Italien und die italienische Kultur. Ihnen werden Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen der Welt des Herkunftslandes und der Welt der Zielsprachengemeinschaft bewusst. Dabei werden sie auch sensibilisiert für nationale Stereotype.

Am Ende der Sekundarstufe I, d.h. nach zwei Jahren Italienischunterricht, sollen die Schüler das Niveau A2 gemäß dem Gemeinsamen europäischen Referenzrahmen erreicht haben, d.h. sie verfügen dann über eine elementare Sprachverwendung. Am Ende der Sekundarstufe II, also nach fünf Jahren Italienischunterricht, sollte das Niveau B2 erreicht worden sein und somit eine selbstständige Sprachverwendung möglich sein.

Die im Unterricht erworbenen Sprachkenntnisse ermöglichen darüber hinaus den Erwerb von außerschulischen Sprachzertifikaten wie z.B. dem CILS, welche auch zur Aufnahme eines Studiums in Italien berechtigen. Zahlreiche deutsche Universitäten kooperieren mit italienischen Hochschulen, wobei auch binationale Studiengänge an Bedeutung gewinnen.

 

Scambio Culturale – Jährlicher Schüleraustausch (Bericht A 2014 Bericht B 2014 Bericht C 2014 Bericht 2013 ) zwischen dem Heinrich-Böll-Gymnasium Ludwigshafen und dem Convitto Nazionale Umberto I in Turin

Seit nunmehr acht Jahren besteht zwischen dem HBG und seiner Partnerschule, dem Convitto Nazionale Umberto I in Turin, eine enge Partnerschaft. Im Rahmen des alljährlich stattfindenden Austausches besucht uns eine italienische Schülergruppe im Frühjahr in Ludwigshafen, der Gegenbesuch in Turin findet dann im Herbst statt.

Dieser Austausch gibt den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, die im Unterricht erworbenen Kenntnisse umzusetzen. Sie erfahren so eine direkte Rückmeldung, dass sich ihre Bemühungen zum Erlernen der italienischen Sprache tatsächlich gelohnt haben.

Zusätzlich bekommt jeder Schüler eine Teilnahmebestätigung für sein eigenes Portfolio. Wir bestätigen darin, dass der Schüler durch seine Bereitschaft zur Teilnahme seine Fremdsprachenkenntnisse vertiefen und gleichzeitig soziale und interkulturelle Kompetenzen trainieren konnte.

 

( Eva Salisch-Kouchmeshgi, Fachvorsitzende Italienisch am HBG)